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Das kleine ABC der Homöopathie Teil 2

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Homöopathie
Nach dem 1. Teil in unserer letzten Ausgabe folgt nun der 2. Teil unseres Homöopathie-ABC, in dem oft verwendete Fachbegriffe erläutert werden:


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Globuli

Sie sind typisch und allseits bekannt für homöopathische Mittel - kleine Kügelchen aus Milchzucker, die mit dem Wirkstoff angefeuchtet sind. Darüber hinaus verabreichen homöopathische Ärzte Tropfen und Tabletten. Hergestellt werden die homöopathischen Arzneimittel, indem der Ausgangsstoff immer wieder verdünnt wird. Dieses Verfahren wird als Potenzierung bezeichnet, das jeweilige Ergebnis als Potenz. Als Verdünnung werden Wasser, Alkohol oder Milchzucker genutzt. Dem Wirkstoff wird weitere Energie zugeführt, indem die Substanz verrieben oder geschüttelt wird. Nach dem Begründer der Homöopathie setzt das wechselweise Verdünnen und mechanische Verreiben die Kräfte dieser Substanz frei.

Grundlagen / Arzneiträgerstoffe

Die homöopathischen Arzneimittel der DHU werden auf Basis des gültigen Homöopathischen Arzneibuchs (HAB) hergestellt. Bei den Dilutionen ist als Arzneiträger Alkohol in Konzentrationen von 15 %–99,7 %, in wenigen Ausnahmefällen auch Glycerin und Wasser, zugelassen. Die Globuli werden aus Saccharose (Zucker) hergestellt. Tabletten entstehen aus Verreibungen (Triturationen) der Ausgangssubstanzen in Milchzucker. Dabei werden pro Tablette geringe Mengen Weizenstärke und Magnesiumstearat zugesetzt. Weitere Hilfs- oder Zusatzstoffe dürfen in homöopathischen Arzneimitteln zur Einnahme nicht enthalten sein.


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Heilungshindernis

Als Heilungshindernis (Regulationsblockaden) können verschiedene Faktoren in Frage kommen. In erster Linie sollte die Arzneimittelwahl überprüft und gegebenenfalls geändert werden. Während der homöopathischen Therapie soll laut Samuel Hahnemann besonders auf eine gesunde Lebensweise geachtet und z. B. alles „Störende“ wie Stress (psychisch und körperlich), starke Reize (wie z. B. Menthol ...), zu wenig Bewegung und zu wenig frische Luft vermieden werden. Auch legte er seinen Patienten nahe, mit allem Maß zu halten. Dies bezog sich vor allem auf die Ernährung sowie auf den Konsum von Genussmitteln (Alkohol, Kaffee, Zigaretten).

Heringsche Regel

Die Heringsche Regel geht zurück auf Constantin Hering (1800-1880), einen bedeutenden amerikanischen Homöopathen des 19. Jahrhunderts. Ihr zufolge unterliegt der Heilungsverlauf bestimmten Gesetzmäßigkeiten: Das Abklingen der Symptome erfolgt a) in umgekehrter Reihenfolge ihres Auftretens, b) von innen nach außen, c) von oben nach unten.


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Konstitution

Hierunter versteht man die Summe aller körperlichen, geistigen und seelischen Anlagen eines Individuums (Mensch/Tier). Konstitution und Diathese bilden aus homöopathischer Sicht den inneren, meist unveränderlichen Kern einer Person. Zur Kon-

stitution zählen auch Reaktionsweise und Vorlieben eines Individuums, z. B. Schmerzempfindlichkeit, Wärmebedürftigkeit, Ruhebedürftigkeit. Das homöopathische Arzneimittel, bei dem die meisten der oben genannten Faktoren im Arzneimittelbild beschrieben werden, wird als Konstitutionsmittel bezeichnet.


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Modalitäten

Die Modalitäten beschreiben die näheren, oft ungewöhnlichen Umstände (z. B. Wärme, Kälte), unter denen sich Symptome bessern (gekennzeichnet mit >) oder verschlimmern (gekennzeichnet mit <), z. B. Halsschmerzen besser durch Essen, Weinen wenn ihm gedankt wird, Husten besser durch Druck auf die Brust etc.


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Nosoden

Dies sind homöopathische Arzneimittel, die aus abgetöteten Erregern infektiöser Krankheiten oder aus krankheitsbedingten Ausscheidungen bzw. aus pathologisch veränderten Organen oder Organteilen von Mensch oder Tier hergestellt werden. Für Nosoden gelten nach dem HAB spezielle Herstellungsvorschriften.


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Repertorium

Ein Repertorium wird bei der Arzneimittelwahl als Nachschlagewerk für die Symptome des Erkrankten verwendet. In Repertorien sind die einzelnen Symptome systematisch aufgelistet und die dazugehörigen Arzneimittel benannt. Viele Repertorien sind auch als Computerprogramme erhältlich. (Quickfinder)


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Schüßler Salze

Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821–1898) hat 12 Mineralsalze, die sich nach Kenntnis der damaligen Zeit im Blut und dem Gewebe befinden, als potenzierte Arzneimittel in das Zentrum seiner Therapie gestellt. Daher erhielten diese die Bezeichnung Schüßler-Salze oder auch Funktionsmittel nach Dr. Schüßler. In der Herstellung entsprechen sie den homöopathischen Arzneimitteln, jedoch unterscheidet sich der Therapieansatz von dem der Homöopathie grundlegend.

Substitution

Der Ersatz fehlender Stoffe (z. B. Eisen bei Eisenmangel). Die Homöopathie ist keine Substitutionstherapie: Sie führt fehlende Stoffe nicht zu, sondern sie regt den Organismus an, vorhandene Mangelzustände auszugleichen.


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Urtinktur

Ein nicht potenziertes, flüssiges homöopathisches Arzneimittel. Die Herstellung erfolgt nach den Vorschriften des HAB. Ausgehend von der Urtinktur erfolgen die weiteren Potenzierungen.

 

 

 

 

 

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